Hoffnungszeichen – Glocken und Kerzen rufen zum Gebet

KirchenglockeAuf Anregung der Bischöfe Gebhard Fürst von der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Frank Otfried July von der Evangelischen Landeskirche Württemberg wollen wir gemeinsam dafür werben, dass wir in der gegenwärtigen Krise Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit setzen.

In Zeiten notwendiger zwischenmenschlicher Distanz rufen an jedem Abend um 19:30 Uhr die Kirchenglocken zum Gebet. Als Angebot für all die, die sich derzeit nicht im Gottesdienst treffen können, im Gebet miteinander verbunden zu sein. Auch eine Kerze oder ein LichtKerze ins Fenster zu stellen, soll Zeichen des christlichen Miteinanders und der Solidarität mit den am Corona-Virus Erkrankten sowie den unter Quarantäne Stehenden sein.

Auch die Betglocke der Zanger Dorfkirche läutet mit allen anderen im Land zu dieser „Hoffnungszeit“.

Die Glocken sollen uns daran erinnern, dass wir unser Leben auch in diesen Krisentagen mit dem großen Horizont der Gegenwart Gottes sehen. Die Glocken rufen uns zur Andacht und Fürbitte. Wir denken an die kranken Menschen und alle, die im medizinisch-pflegerischen Bereich, im öffentlichen Dienst, in den Familien und Nachbarschaften für Unterstützung und Hilfe sorgen.

Landesbischof July

Vorschlag eines Ablaufs:
Entzünden einer Kerze
Lied „Der Mond ist aufgegangen“ singen oder lesen

1. Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.
2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt.
3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.
4. Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel.
5. Gott, lass dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs trauen, nicht Eitelkeit uns freun; lass uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein.
7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und lass uns ruhig schlafen.Und unsern kranken Nachbarn auch!
Text: Matthias Claudius 1779 – Melodie: Johann Abraham Peter Schulz 1790 – Satz: Max Reger um 1905

Luthers Abendsegen

„Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen“

(Stilles) Gebet
Vaterunser

Vater unser im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.